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Steht unter Druck: Kölns Trainer Lukas Kwasniok. (Archivbild) (Urheber/Quelle/Verbreiter: Rolf Vennenbernd/dpa)
Steht unter Druck: Kölns Trainer Lukas Kwasniok. (Archivbild) (Urheber/Quelle/Verbreiter: Rolf Vennenbernd/dpa)
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Sieglos-Serie und Fan-Kritik: Kwasniok in Köln unter Druck

On 13. Januar 2026

Nach sieben sieglosen Spielen steigt der Frust bei den Fans des 1. FC Köln – und der anfangs gefeierte Trainer Lukas Kwasniok steht in der Kritik. «Ein Negativlauf ohne Sieg, da wird der Kölner von Haus aus ein bisschen nervöser aufgrund des Erlebten der letzten Jahre», sagte FC-Sportdirektor Thomas Kessler beschwichtigend im Interview des Onlineportals «sport.de». Dennoch nimmt der Bundesliga-Aufsteiger deswegen Kontakt zu den Fans auf.

Vor dem Heimspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky und RTL) gegen Bayern München trafen sich die Vereinsbosse extra zur Aussprache mit einigen Anhängern der aktiven Fanszene. Es sei dabei «konstruktiv miteinander gesprochen» worden, sagte Kessler. Der Tenor sei, «dass wir alle den Fokus auf die sportliche Situation richten wollen». Mehr Details nannte er nicht: «Das, was da besprochen wurde, bleibt intern.» 

Am Samstag nach dem 2:2 beim Tabellenvorletzten 1. FC Heidenheim wurde die aufkommende Ablehnung unter den Fans gegen Kwasniok für alle sichtbar. Anhänger platzierten ein Banner mit der Aufschrift «KWASNI YOK». Das Wort «yok» kann dabei aus dem Türkischen ins Deutsche mit «nein» übersetzt werden. 

Das sind die Kritikpunkte

Der Frust richtet sich gegen mehrere Entscheidungen des Trainers, der anfangs noch dafür gefeiert wurde, dass er beispielsweise im Trikot an der Seitenlinie coachte. Mittlerweile halten ihm einige Selbstdarstellerei vor und vor allem falsche Personalentscheidungen. Kwasniok würde zu viel rotierten, verdiente Spieler außen vor lassen und Top-Talent Said El Mala zu wenig Spielzeit geben.

«Der Verein hatte schon immer eine Wucht, anfangs war es eine positive Wucht und jetzt kommt etwas mehr Kritik», sagte Kwasniok im «sport.de»-Interview. Dies geht nicht spurlos am 44-Jährigen vorbei, der im Sommer nach vier Jahren beim beschaulichen SC Paderborn in die Bundesliga nach Köln wechselte. «Das hat schon ein bisschen was mit mir gemacht», gestand Kwasniok. 

El Mala überragend als Joker

Der Sportgeschäftsführer stärkte dem Coach den Rücken. «Wir stehen in einer Tabellenregion, die ist für uns völlig vernünftig, und die Punktzahl ist vernünftig», sagte Keller: «Wir sind sehr froh, dass wir Lukas als unseren Trainer haben.» Das sehen einige anders, obwohl der Aufsteiger vor dem 17. Spieltag solider Tabellenelfter ist. 

Das liegt vor allem an Jungstar El Mala. Den 19-Jährigen brachte Kwasniok zuletzt ganz bewusst erst von der Bank, dann machte er den Unterschied – wie in Heidenheim. El Mala traf nur Augenblicke nach seiner Einwechselung zum 2:2. Es war von seinen sieben Saisontoren bereits sein viertes Joker-Tor. 

Fokussiert und ruhig bleiben

Die Negativserie selbst belastet Kwasniok nach eigener Aussage weniger. «Das gehört nun leider zu einem Aufsteiger dazu. Solche Phasen, in denen du dann ruhig bleiben musst, fokussiert bleiben und einfach auf deine Leistung schauen musst.» Dass seine Mannschaft dabei auch an Grenzen stoße, sei normal. «Deswegen ist man ja Aufsteiger», sagte Kwasniok.

Der kommende Gegner FC Bayern ist sicherlich nicht der Gradmesser für die Kölner, aber das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den Tabellenletzten FSV Mainz 05. «Wir haben am Mittwoch und am Wochenende die Chance, wieder etwas draufzulegen. Und dann wird sich auch die sportliche Situation wieder entspannen», sagte Sportdirektor Kessler.

Kaspar Kamp, dpa
In Bundesliga NewsIn 1. FC Köln , Bundesliga , Fußball-Bundesliga

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