Der bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana schwer verletzte französische Nachwuchsspieler Tahirys Dos Santos, der seine Freundin aus den Flammen rettete und als Held gefeiert wurde, kann noch nicht wieder an seine Karriere denken. «Ich konzentriere mich nicht zu sehr auf den Fußball. Das Wichtigste ist, dass ich mich gut erhole», sagte der Spieler des französischen Fußball-Erstligisten FC Metz der Zeitschrift «Paris Match». «Ich konzentriere mich zunächst darauf, meine Hände wieder richtig einsetzen zu können, wieder richtig laufen zu können, und dann werden wir sehen, wie es weitergeht.»
Nach der Katastrophe in der Schweiz war der 19-Jährige zunächst in eine Spezialklinik nach Stuttgart gebracht und später in seine ostfranzösische Heimat verlegt worden. Vom Krankenbett aus schilderte er «Paris Match» die dramatischen Minuten, als der Brand in der Bar ausbrach.
Zur Rettung der Freundin zurück in die Flammen
Seine Freundin und er seien in dem Moment gerade auf der Toilette gewesen. «Ich bin vorher hinausgegangen, wollte in den ersten Stock gehen, und da habe ich das Feuer gesehen. Es ging alles sehr schnell, ich habe nicht wirklich nachgedacht. Ich bin sofort zu Coline gegangen, habe sie gerufen, sie war auf der Toilette, und wir sind die Treppe hinaufgerannt.» Es habe ein Riesengedränge und viele Schreie gegeben, später habe er mit schweren Brandverletzungen starr vor Schock vor der Bar auf dem Boden gesessen.
Ein Wiedersehen mit seiner Freundin, die zeitweise im Koma lag, gab es für Tahirys Dos Santos erst Ende Januar. In die Arme nehmen konnten die beiden sich da noch nicht, die vielen Brandwunden müssten erst noch verheilen, berichtete «Paris Match».
