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Ex-Kapitän Toni Leistner träumt mit Hertha BSC vom Finale im Olympiastadion. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Uwe Anspach/dpa)
Ex-Kapitän Toni Leistner träumt mit Hertha BSC vom Finale im Olympiastadion. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Uwe Anspach/dpa)
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Hertha träumt mal wieder: «Können Geschichte schreiben»

On 9. Februar 2026

Das Berliner Olympiastadion ist für Hertha BSC ein Symbol unerfüllter Hoffnungen. Seit 1985 ist die geschichtsträchtige Spielstätte im Westen der Hauptstadt fester Austragungsort des DFB-Pokalfinals – und seitdem rennen die Profis dem Traum vom Endspiel im Wohnzimmer erfolglos hinterher. Wenn der Fußball-Zweitligist an diesem Dienstag (20.45 Uhr/Sky) den SC Freiburg empfängt, winkt der erste Halbfinaleinzug seit zehn Jahren.

Für Hertha wäre das vielmehr ein Zwischenschritt als ein Endziel. «Wir wollen ins Finale, wir wollen DFB-Pokalsieger werden. Alles andere wäre jetzt gelogen. Das wäre ein Traum von uns allen. Wir können Geschichte schreiben mit dem Verein», sagte Mittelfeldspieler Paul Seguin beim Pay-TV-Sender Sky und ließ keinen Zweifel an den Berliner Ambitionen. 

Trainer Stefan Leitl versuchte vor dem Flutlicht-Duell die hohe Erwartungshaltung hingegen zu dämpfen: «Das Umfeld weiß, dass wir der krasse Außenseiter sind», stellte der Hertha-Coach klar. 

Freiburg ist Hertha diesen Schritt voraus

Dass die Herthaner 1977 und 1979 schon zweimal im Endspiel standen, hat für viele Fans der Blau-Weißen nur begrenzte Bedeutung. Schließlich spielte man damals noch in Hannover. Besonders schmerzhaft war das Jahr 1993, als sich ausgerechnet die eigenen Amateure sensationell in die letzte Runde schossen: Die drittklassigen «Hertha-Bubis» scheiterten damals an Bayer Leverkusen.

Freiburg weiß hingegen, wie sich ein Pokalfinale in Berlin anfühlt. 2022 waren die Breisgauer nur wenige Meter vom großen Triumph entfernt, ehe das Elfmeterschießen gegen RB Leipzig den Titeltraum zerstörte. Der goldene Pokal fehlt auch dem SC noch in der Titelsammlung. Der Bundesligist reist zwar als Favorit in die Hauptstadt, weiß aber um die große Herausforderung im Berliner Hexenkessel und Zehntausenden Fans gegen sich.

«Im DFB-Pokal spielt die Liga keine Rolle. Man kann sich vorstellen, was bei der Hertha los ist. Wenn du so nah dran bist am eigenen Finale, wächst der Glaube und der Glaube kann übergehen in Handlungen. Dagegen müssen wir uns wehren», forderte SC-Coach Julian Schuster. Im Vorjahr war der Bundesligist im Achtelfinale am damaligen Drittligisten Arminia Bielefeld gescheitert. «Wir wissen, wir brauchen niemanden unterschätzen. Das wird ein Spiel auf Messers Schneide – so wie ein Viertelfinale im Pokal dann ist», erklärte Routinier Christian Günter. 

Hat Hertha nur noch fünf Chancen?

Womöglich ist der Pokal sogar Herthas letzte Chance auf eine zufriedenstellende Saison. In der Liga ist der Club nach dem 3:0 über Elversberg zwar wieder in Schlagdistanz zu den vorderen Rängen. Platz sechs und sechs Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz sind aber nicht das, was sich die Clubverantwortlichen nach 21 Spieltagen vorgestellt hatten.

Und im Pokal könnte es sogar Herthas fünftletzte Chance auf ein Endspiel daheim sein. Bis 2030 bleibt das Pokalfinale in Berlin. Wie es dann weitergeht, ist offen.

Jordan Raza, dpa
In DFB-Pokal NewsIn DFB-Pokal , DFB-Pokal gegen SC Freiburg , Hertha BSC , SC Freiburg

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