Skip to content
Liganews

Liganews

Vom ersten bis zum letzten Tor!

Angesagt

Bericht: Nationalspieler Groß vor England-Rückkehr

Infantino offen für Änderung von Abseitsregel

Ex-Bundesliga-Trainer betreibt jetzt Fast-Food-Restaurants

Podolski trauert um seine Oma – «Wie eine zweite Mutter»

Bayern-Torjägerin Schüller wechselt zu ManUnited

Plötzlich Königsklasse: Frankfurt holt Zweitliga-Torjäger

Matthäus über Wirtz: «Noch nicht der endgültige Durchbruch»

Bayern-Kapitänin Viggosdottir hat geheiratet

Nach Schüller-Abgang: Bayern holen Spanierin zurück

18 Jahre vermisst: Ailton kauft Torjägerkanone zurück

  • Home
  • Frauenfußball
  • Neue Kapitänin, neuer Stil: Was Gwinn anders macht als Popp
Rhetorisch versiert, diplomatisch, zugewandt: Giulia Gwinn erhält viel Lob in ihrer Rolle als Kapitänin. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Daniel Löb/dpa)
Rhetorisch versiert, diplomatisch, zugewandt: Giulia Gwinn erhält viel Lob in ihrer Rolle als Kapitänin. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Daniel Löb/dpa)
  • Frauenfußball
  • News

Neue Kapitänin, neuer Stil: Was Gwinn anders macht als Popp

On 30. Juni 202530. Juni 2025

Die Wortwahl geriet recht launig beim Generationenwechsel von Alt zu Jung. «Viel Spaß mit dem Haufen», wünschte Alexandra Popp, als sie in ihrem letzten Länderspiel Nachfolgerin Giulia Gwinn die Kapitänsbinde überstreifte. Gut acht Monate ist das erst her. Doch aus der anfänglichen Interimskapitänin ist längst die unangefochtene Anführerin der deutschen Fußballerinnen geworden. Dabei tickt die Bayern-Spielerin, die am Mittwoch 26 Jahre alt wird, ganz anders als die 34-jährige Popp.

«Alex war ja natürlich schon jemand, der sehr verbal war, der sehr laut geworden ist teilweise», sagt Gwinn vor dem Start der EM in der Schweiz, ihr erstes großes Turnier als Kapitänin. «Ich bin jetzt nicht die, die ständig rumschreit und Leute irgendwo zurechtweisen möchte.» 

Popp konnte das ganz gut, wenn es sein musste – und manchmal vielleicht auch nicht sein musste. «Früher haben uns die älteren Spielerinnen verbal auch mal auseinandergenommen», beschrieb die Wolfsburgerin in einem Interview des «Kicker» die alten Zeiten. «Das gibt es jetzt nicht mehr so. Wenn man jetzt mal den Mund aufmacht, wird das nicht mehr so angenommen, habe ich das Gefühl. Mich hat das damals aber weitergebracht.»

Popps Aussagen stammen von 2019 und mit Blick auf das damalige Aus im WM-Viertelfinale gegen Schweden. Vor sechs Jahren in Frankreich erlebte auch Gwinn das Scheitern mit, sie wurde bei ihrer Turnierpremiere aber zur besten jungen Spielerin gewählt.

Däbritz: «Sie ist eine sehr empathische Person»

In der Schweiz, wo die DFB-Elf am Freitag in St. Gallen gegen Polen (21.00 Uhr/ARD) ihren Auftakt bestreitet, muss Gwinn die Dinge nun auf ihre Art lösen: flacher in der Hierarchie, ruhiger im Ton. Und vor allem: auf Augenhöhe. «Sie ist eine sehr empathische Person. Sie ist sehr offen, sie geht auf die Spielerinnen zu, sie hat auch immer ein offenes Ohr», sagt Sara Däbritz, die schon beim EM-Titel 2013 im Kader stand – und die früheren Zeiten noch kennt.

Auch andere loben Gwinns zugewandte und verbindliche Art. Sie sei «charakterlich sehr fest», begründete Bundestrainer Christian Wück im Februar seine Kapitäninnen-Wahl pro Gwinn. «Eine Topfrau für den Job», meinte die nach ihrem Kreuzbandriss fehlende Lena Oberdorf bereits Anfang des Jahres.

«Sie will, dass sich alle Spielerinnen wohlfühlen, dass sie überhaupt keine Angst haben müssen, hier zu sein. Das ist eine Qualität, die Giulia extrem ausmacht», erklärt Vize-Kapitänin Janina Minge. Und für Co-Trainerin Maren Meinert ist Gwinn ohnehin «eine absolute Führungsspielerin», die im Team gut gehört werde. Obwohl sie «keine Lautstarke» ist, wie Minge findet.

Stattdessen strahlt Gwinn eine extreme Ruhe und Sachlichkeit aus. Knallige Sätze wie sie Popp in Serienreife produzierte, gibt es von ihr selten zu hören. Auch mit Kapitänsbinde versuche sie, sich «selbst treu zu bleiben und jetzt nicht die Rolle irgendwie so zu verkörpern, wie ich gar nicht bin». 

Gwinn: «Ich bin definitiv sehr perfektionistisch»

Gwinn gilt als bestens organisiert, berechnend, wohl abwägend. Ihr rutscht verbal nichts raus, was sie später bereuen müsste. «Ich bin definitiv sehr perfektionistisch, alleine, wenn man meinen Zopf anschaut, der muss immer perfekt sein», sagt sie in der neuen ARD-Doku «Shootingstars – Deutschlands neue Fußballgeneration».

Bisher fährt Gwinn, die aus Ailingen am Bodensee stammt, damit ziemlich gut. EM-Vize 2022, Olympia-Bronze 2024, 63 Länderspiele, 14 Tore, eine 100-Prozent-Elfmeterquote sowie vier Meisterschaften und ein Pokaltriumph mit dem FC Bayern weist ihre Statistik aus. 

Im Mai legte sie zudem ihre erste Biografie vor. Bei Instagram vermitteln die vielen Bilder, auf denen Gwinn lächelnd zu sehen ist, den 644.000 Followern, dass ihr die Dinge auf wie neben dem Platz ziemlich locker von der Hand und vom Fuß gehen müssen. 

Aber Gwinn kennt auch die Schattenseiten. Zweimal riss ihr das Kreuzband, zweimal kämpfte sie sich erfolgreich zurück. Einen «extremen Kampf» habe sie während der ersten Reha austragen müssen. Sie habe versucht, stark zu sein, «obwohl es in mir drin ganz anders aussah». Vielleicht taugt sie auch deshalb als Vorbild, das sie so gern für andere sein möchte. Nun eben als einfühlsame EM-Kapitänin des deutschen Nationalteams.

Von David Joram und Ulrike John, dpa
In Frauenfußball NewsIn EM , Frauen , Fußball-EM , Nationalteam

Beitrags-Navigation

Eberls Poker-Frage: «Ist Woltemade 80 Millionen wert?»
Vorarbeiter Kane leitet die Bayern in den PSG-«Knaller»

Neueste Beiträge

  • Gabuns Team nach Afrika-Cup-Blamage suspendiert
  • Chelsea trennt sich von Trainer Maresca
  • Bericht: Nationalspieler Groß vor England-Rückkehr
  • Kimmichs WM-Versprechen und Nagelsmanns heikles Team-Puzzle
  • Elfenbeinküste dreht 0:2 bei Vorrunden-Abschluss gegen Gabun

#hashtag

1. FC Heidenheim 1. FC Köln 2. Bundesliga 2. Fußball-Bundesliga Bayer Leverkusen Borussia Dortmund Borussia Mönchengladbach Bundesliga Champions League Club-WM DFB DFB-Pokal Eintracht Frankfurt EM EURO 2024 Europa League FC Augsburg FC Barcelona FC Bayern München FC Liverpool FC Schalke 04 FC St. Pauli FIFA Frauen FSV Mainz 05 Fußball Fußball-Bundesliga Fußball-EM Fußball-Nationalmannschaft Hamburger SV Nationalmannschaft Nationalteam Nations League Paris Saint-Germain Premier League RB Leipzig Real Madrid SC Freiburg Transfers VfB Stuttgart VfL Bochum VfL Wolfsburg Werder Bremen WM WM-Qualifikation

Weitere News

  • Frauenfußball
  • News
On 1. Juli 20251. Juli 2025

Weltfußballerin Bonmati stößt nach Meningitis zum Team

  • Frauenfußball
  • News
On 27. Juli 202527. Juli 2025

Englands Hoffnung: Bloß «kein nervenaufreibendes Spiel»

  • Frauenfußball
  • News
On 15. Juli 202515. Juli 2025

Frankreich-Spiel als «Gradmesser» für Fußballerinnen und DFB

  • Frauenfußball
  • News
On 20. Februar 2025

Pokal-Termin fix: Erst Bayern-Fußballerinnen, dann Nordderby

  • Frauenfußball
  • News
On 25. März 2025

DFB-Frauen mit Neuling Kett und Rückkehrerin Lohmann

  • Frauenfußball
  • News
On 10. Dezember 202510. Dezember 2025

Streit um Macht und Geld: 14 Clubs gegen den DFB

  • Datenschutz
  • Impressum
© 2026 MDSP GmbH