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Zählte zu den Besten bei Werder: Aushilfs-Abwehrchef Senne Lynen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Carmen Jaspersen/dpa)
Zählte zu den Besten bei Werder: Aushilfs-Abwehrchef Senne Lynen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Carmen Jaspersen/dpa)
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Trotz Überzahl: Werder verliert auch gegen Hoffenheim

On 27. Januar 2026

Der SV Werder hat den Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpasst. Trotz mehr als 35 Minuten Überzahl verloren die Bremer im Nachholspiel des 16. Spieltags gegen den Champions-League-Kandidaten TSG 1899 Hoffenheim mit 0:2 (0:1) warten nun seit neun Spielen auf einen Erfolg. Zudem blieben sie zum fünften Mal in den vergangenen sechs Spielen ohne Tor und sind weiter Tabellen-15.

Die Gäste aus dem Kraichgau festigten indes ihren dritten Tabellenplatz und fuhren ihren vierten Sieg in Serie ein, obwohl sie nach der Roten Karte für Wouter Burger seit der 52. Minute mit zehn Mann auskommen mussten. Alexander Prass (44.) erzielte mit einem Traumtor die Führung, kurz nach dem Platzverweis erhöhte Grischa Prömel (54.).

Beide Teams mit intensiver Anfangsphase 

Beide Mannschaften brauchten vor 39.500 Zuschauern keine Zeit zum Abtasten und bemühten sich von Beginn an, nach vorn zu spielen. Schon nach knapp 55 Sekunden kam Bremens Justin Njinmah zum Abschluss, verzog aber aus 13 Metern knapp.

Die Gäste waren mit ihrer spielerischen Qualität zwar optisch überlegen. Doch zwingend wurde das Team von Coach Christian Ilzer zunächst nur selten. Einen Kopfball von Andrej Kramaric nach einem Eckball parierte Werder-Torwart Mio Backhaus. Das war’s zunächst.

Bremen muss Defensive neu formieren

Die neu formierte Bremer Abwehr hielt lange gut dagegen. Und das, obwohl Werder-Trainer Horst Steffen die Defensiv-Stammkräfte Amos Pieper (verletzt) und Marco Friedl (gesperrt) fehlten.

Dafür brachte er unter anderem Julian Malatini und Oliver Deman. Zudem gab er Cameron Puertas im Mittelfeld wieder eine Chance und verhalf Stürmer und Winter-Leihe Jovan Milosevic zum Startelf-Debüt. Sein TSG-Kollege Ilzer setzte auf drei neue Spieler, darunter die Offensivkräfte Prömel und Tim Lemperle.

Traumtor durch Prass

Nach der intensiven Anfangsphase flachte die Partie ab. Werder gelang es nicht, Druck aufzubauen. Und auch die Gäste taten sich schwer. Umso überraschender fiel die Führung für die Hoffenheimer, als Prass aus 20 Metern den Ball unhaltbar für Backhaus in den Winkel jagte.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit wurde es hektisch. Hoffenheims Burger sah zu Recht nach einem groben Foulspiel an Puertas Rot. Doch nur zwei Minuten später bauten die Kraichgauer ihr Führung durch Prömel aus. Auch nach Prüfung durch den VAR behielt der Treffer seine Gültigkeit.

Werder erschreckend ideenlos

Als Romano Schmid (65.) den vermeintlichen Anschlusstreffer markierte, kam kurz Hoffnung bei den Bremern auf. Diese Hoffnung machte der VAR wegen Schmids Abseitsstellung zunichte.

Was folgte, war ein Beweis für die derzeit spielerische Begrenztheit des SV Werder. Trotz Überzahl wirkte das Spiel ideenlos. Die Hoffenheimer glichen ihre zahlenmäßige Unterlegenheit durch eine starke läuferische Leistung aus und kamen verdient zum Erfolg.

Claas Hennig, dpa
In NewsIn Bundesliga , Fußball-Bundesliga , TSG Hoffenheim , Werder Bremen

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