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Theate und die Eintracht gaben den Sieg aus der Hand. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Uncredited/AP/dpa)
Theate und die Eintracht gaben den Sieg aus der Hand. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Uncredited/AP/dpa)
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K.o. in letzter Minute: Frankfurt scheidet in Baku aus

On 21. Januar 2026

Die weißen Trikots von Eintracht Frankfurt verschwanden zunächst in einer schwarzen Jubeltraube von Außenseiter FK Karabach Agdam – und dann so schnell wie möglich in der Kabine. Nach dem bitteren Last-Minute-K.o. in der Champions League wollten Robin Koch und seine Kollegen in der eisigen Kälte von Baku nur noch weg. 

Die Eintracht von Interimstrainer Dennis Schmitt unterlag am Abend trotz einer 2:1-Führung noch in letzter Minute mit 2:3 (1:1) beim Außenseiter aus Aserbaidschan und hat vor dem letzten Spieltag keine Chance mehr, einen Platz unter den ersten 24 der Königsklassen-Tabelle zu erreichen. Das späte Siegtor von Bahlul Mustafazada in der vierten Minute der Nachspielzeit machte die letzten minimalen Hoffnungen zunichte.

Siegtor in letzter Minute

«Das kann nicht sein, dass wir wieder so spät zwei Gegentore bekommen. Wir kriegen jedes Spiel drei Gegentore. Dann wird es einfach schwer, Spiele zu gewinnen», sagte Ansgar Knauff bei DAZN. «Es ist einfach sehr, sehr ärgerlich.»

Vor rund 30.000 Zuschauern trafen Can Uzun (10. Minute) und Joker Fares Chaibi (78./Foulelfmeter) aufseiten der Gäste, die erstmals seit der Trennung von Dino Toppmöller wieder aufliefen. Der starke Doppeltorschütze Camilo Duran (4./80.) hielt die Gastgeber im Spiel – bevor Mustafazada die euphorischen Heimfans mit dem letzten Angriff der Partie jubeln ließ.

Damit ist das letzte Spiel der Eintracht in der Liga-Phase am nächsten Mittwoch (21.00 Uhr) gegen Tottenham Hotspur ohne Relevanz, mit nur vier Punkten ist der Rückstand zu groß. 

Drei Tage vs. 18 Jahre

Die reiselustigen Fans der Eintracht konnten sich den Fünf-Stunden-Flug Richtung Osten sparen und mussten diesmal zu Hause bleiben. Hintergrund ist ein von der UEFA verhängter Fan-Ausschluss nach den Vorfällen beim Gastspiel beim FC Barcelona im Dezember. Dabei hatten die Eintracht-Fans nach UEFA-Angaben Gegenstände geworfen, Feuerwerkskörper gezündet und Sachbeschädigungen begangen.

Krass war der Kontrast auch auf der Trainerbank, wo Neuling Schmitt (seit drei Tagen in neuer Funktion) auf Routinier Gurban Gurbanov mit einer Amtszeit von 18 Jahren beim Club aus Aserbaidschan traf. 

Auf die Frage, was Schmitt und Co-Trainer Alex Meier seit der Trennung von Toppmöller am Sonntag ändern konnten, sagte Sportvorstand Markus Krösche bei DAZN: «Du kannst in so kurzer Zeit nicht wirklich was machen. Es ist wichtig, dass wir die Balance besser hinbekommen.» Wer dauerhaft Nachfolger von Toppmöller wird, ist bislang offen. Als heißer Kandidat gilt Marco Rose.

Gegentor und Tor in der Anfangsphase

Die Balance bekam die Eintracht auch in Baku nicht hin, wie so oft in dieser Saison. Die Frankfurter Defensive wirkte kollektiv im Tiefschlaf, als Stürmer Duran mit der ersten Torraumszene zur Führung traf. Er verwandelte im Nachschuss, nachdem Leandro Andrade zunächst an Eintracht-Schlussmann Kauã Santos gescheitert war. Dieser erhielt wie zuletzt unter Toppmöller auch unter Interimscoach Schmitt das Vertrauen.

Doch die Gäste ließen sich von der hitzigen Stimmung und dem eisigen Winterwetter in Baku nicht einschüchtern – und glichen schnell aus. Sturmjuwel Uzun luchste einem Gegenspieler im Strafraum den Ball ab und schoss mit links platziert ins Eck. In Abwesenheit diverser Stürmer (Jonathan Burkardt fehlt verletzt, Arnaud Kalimuendo ist nicht für die Königsklasse gemeldet) spielte der 20-Jährige diesmal in der vordersten Spitze.

Torhüter Santos auf dem Prüfstand

Nach den zwei schnellen Toren hatte Uzun zwar eine weitere Schusschance (15.), doch dabei blieb es vorerst auch. Stattdessen spielten hauptsächlich die Gastgeber, die in dieser Königsklassen-Saison schon einen Sieg bei Benfica Lissabon eingefahren und dem FC Chelsea ein Remis abgetrotzt hatten. Einen Flachschuss von Duran (37.) konnte der Brasilianer Santos mit exzellenter Reaktion entschärfen.

Der Torwart, der zum Jahreswechsel wieder Michael Zetterer als Nummer eins ablöste, stand immer wieder auf dem Prüfstand. Zwar leistete sich Kauã die eine oder andere Nachlässigkeit, doch auf der Linie agierte er zunächst stark. Auch einen Versuch von Joni Montiel entschärfte der Schlussmann.

Spiel kippt komplett

Nach dem Wechsel mussten die Gäste leiden: Nathaniel Brown bekam einen Schlag aufs Knie ab, beim ohnehin schon mit Maske spielenden Rasmus Kristensen blutete die Nase. 

Die Partie wurde ruppiger, Chancen gab es kaum noch. Bis Schiedsrichter Sandro Schärer nach etwa 75 Minuten einen Zweikampf zwischen Mustafazada und Knauff für elfmeterwürdig erachtete. Der eingewechselte Chaibi verwandelte souverän. Doch Frankfurts Freude hielt nicht lange, weil Duran zum 2:2 ausglich. Mit dem letzten Angriff der Partie traf Mustafazada zum Sieg – und zum Aus des Bundesliga-Vertreters.

Patrick Reichardt, dpa
In NewsIn Champions League , Eintracht Frankfurt , Karabach Agdam

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