Der neue Trainer Albert Riera will Eintracht Frankfurt wie eine Liebesbeziehung zum Glück führen. «Ich vergleiche das immer gern mit einer Freundin. Die ersten Tage sind alle motiviert. Man hat Schmetterlinge im Bauch», umschrieb es der Spanier bei seiner Vorstellung. «Ich werde jeden einzelnen Morgen davon überzeugen, dass man dieses Gefühl braucht, weil man diese Liebe am Leben erhalten muss.» Für sich selbst legte er die Messlatte auch sehr hoch. «Ich habe hier wirklich alles. Es gibt keine Ausreden», sagte Riera.
Neue Kapitänsstruktur
Der 43-Jährige führte als Nachfolger von Dino Toppmöller zudem eine ungewöhnliche Kapitäns-Hierarchie ein. «Wir haben jetzt sechs Kapitäne», sagte der frühere Nationalspieler, der zuletzt bei NK Celje in Slowenien arbeitete. «Ich will Anführer sehen.» Der bisherige Kapitän Robin Koch gehört zu diesem Sextett. Weiter zählte Riera Mario Götze, Rasmus Kristensen und Arthur Theate auf. Die Gruppe habe zudem Jonathan Burkhardt gewählt. In zwei Wochen wolle er selbst noch einen weiteren Kapitän benennen.
An der Seite von Sportvorstand Markus Krösche erklärte der bis 2028 an die Hessen gebundene Coach, wie er den kriselnden Fußball-Bundesligisten wieder zu Erfolgen verhelfen möchte. Er spreche nicht über Probleme, sondern über Lösungen, sagte Riera, für den das Debüt am Freitag (20.30 Uhr/Sky) bei Union Berlin ansteht. «Ich bin so positiv gegenüber meinen Spielern. Ich gebe ihnen rosarote Brillen. Alles ist rosarot, alles ist schön, nichts düster.»
Krösche: Wollen nächste Saison international spielen
Beim 1:3 gegen Bayer Leverkusen am Samstag hatte noch einmal Interimstrainer Dennis Schmitt die Mannschaft betreut. Durch die Heimniederlage mit erneut drei Gegentoren beträgt der Rückstand der Hessen auf einen Europapokal-Startplatz bereits acht Punkte. Aus der Champions League ist Frankfurt nach der Ligaphase ausgeschieden.
«Wir haben noch sehr viele Spiele. Unsere Ambitionen haben sich nicht verändert. Wir wollen international spielen nächstes Jahr», sagte Krösche. «Aber der Fokus muss jetzt mal auf dem Heute und dem Morgen sein.»
