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Leipzigs Yan Diomande (l,) jubelt nach seinem Treffer beim FC St. Pauli. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Christian Charisius/dpa)
Leipzigs Yan Diomande (l,) jubelt nach seinem Treffer beim FC St. Pauli. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Christian Charisius/dpa)
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St. Pauli rettet sich mit spätem Tor zu Remis gegen Leipzig

On 27. Januar 2026

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist FC St. Pauli hat Top-Club RB Leipzig einen Dämpfer im Rennen um die Champions-League-Plätze versetzt. Die Hamburger kamen durch den späten Treffer von Martijn Kaars per Foulelfmeter in der dritten Minute der Nachspielzeit noch zu einem 1:1 (0:0). Die Sachsen beendeten zwar ihre Torlos-Serie am Millerntor-Stadion, blieben aber auch im insgesamt vierten Auftritt bei den Hanseaten ohne Sieg. 

Starspieler Yan Diomande hatte mit seinem sehenswerten Treffer vor 29.147 Zuschauern in der 66. Minute RB in Führung gebracht und damit für das erste Leipziger Tor am Millerntor im vierten Spiel gesorgt. Der abstiegsbedrohte Club aus Hamburg, der über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner war, kam aber spät zurück und verdiente sich den Punkt redlich. 

Schlager trifft den Pfosten

Früh in der Partie wäre die Torlosigkeit der Leipziger fast Geschichte gewesen. Xaver Schlager (8.) zog aus knapp 20 Metern ab. Und sorgte mit seinem Pfostenschuss für einen ersten Aufreger auf den Rängen. 

Schon vor der Partie hatten Fans anlässlich des Holocaust-Gedenktags lautstark gegen Faschismus ihre Stimme erhoben. Auf den Rängen waren Banner mit der Aufschrift «Kein Vergeben, kein Vergessen» emporgehalten worden. Auch die Spieler beider Teams hielten ein Transparent hoch.

 

Ursprünglich hätte die Partie schon vor zweieinhalb Wochen stattfinden sollen. Jedoch machte das heftige Wintertreiben der Austragung der Partie damals einen Strich durch die Rechnung – die Begegnung wurde kurzfristig abgesagt. 

St. Pauli besser im Spiel

Nun störte Schnee nicht. Und die niedrigen Temperaturen machten sich auch nicht bemerkbar, denn beide Teams spielten entschlossen nach vorn. Vor allem die Gastgeber nutzten ihre geplanten Umschaltaktionen clever, zweimal lief Rocky-Jade Jones frei auf das Leipziger Tor zu, doch vor allem beim zweiten Versuch (23.) bugsierte er den Ball daneben. 

St. Paulis flinker Engländer war auch an der nächsten guten Aktion (38.) beteiligt, doch er zögerte zu lange und übersah den besser positionierten Mitspieler Joel Chima Fujita. Ohnehin wäre es Abseits gewesen. Der pfeilschnelle Spieler wirkte gedanklich oft einen Schritt zu spät bei seinen Versuchen. Die Aktionen standen symptomatisch für die abschlussschwachen Hamburger in dieser Saison.

Besserer Auftritt als im Derby

Leipzig hatte zwar eigene Torannäherungen, aber machte angesichts von einigen Ballverlusten und vielen Räumen für die Hanseaten teils keine gute Figur. Antonio Nusa scheiterte erst kurz vor dem Halbzeitpfiff aus aussichtsreicher Position an Torwart Nikola Vasilj, dann setzte Romulo aus einen Schuss aus spitzem Winkel knapp neben das Tor. 

Im zweiten Durchgang blieb es ein durchaus unterhaltsames Torlos-Spiel. Ganz im Gegenteil zum faden und schwachen Auftritt der Hamburger im Derby gegen den HSV. Doch beide Mannschaften agierten zu ungenau, wenn es vor dem gegnerischen Tor ernst wurde. 

Kaars trifft vom Punkt

Erst der stramme Schuss von Angreifer Diomande auf Höhe der Strafraumgrenze ließ die Leipziger jubeln. Der Ball rauschte unhaltbar in den linken Winkel. 

Doch es war nicht der Schlusspunkt: In der Nachspielzeit entschied Schiedsrichter Florian Exner auf Elfmeter nach einem Foul von David Raum an Kaars. Der eingewechselte Niederländer trat selbst an, vollendete und sorgte für ausgelassenen Jubel am Millerntor.

Felix Schröder, dpa
In NewsIn Bundesliga , FC St. Pauli , Fußball-Bundesliga , RB Leipzig

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