Skip to content
Liganews

Liganews

Vom ersten bis zum letzten Tor!

Angesagt

Kobel-Einsatz auf der Kippe – Kovac: «Versuchen alles»

Nach Pyro-Strafe: FC Bayern sperrt große Teile der Südkurve

Neuzugang von der Elfenbeinküste für Bayern Fußballerinnen

Leverkusen-Coach Hjulmand sorgt sich um Grönland

Winter-Sturmtief Elli gefährdet Pauli-Spiel gegen Leipzig

FC Bayern vor Wolfsburg-Spiel ohne Kimmich – Neuer zurück

Müller glaubt: Bayern im Champions-League-Finale

Gegen den Schnee: Werder setzt auf mehr Mitarbeiter

Grohs nach Krebs-Erkrankung: «Ihr müsst nichts verbergen»

Kruses Fitness: Reicht noch nicht für 90 Minuten Oberliga

  • Home
  • News
  • Kritik und Applaus – Watzkes schwieriger Start als Präsident
Denkzettel zum Amtswechsel: Der neue BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke erhielt nur 59 Prozent Ja-Stimmen (Urheber/Quelle/Verbreiter: Bernd Thissen/dpa)
Denkzettel zum Amtswechsel: Der neue BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke erhielt nur 59 Prozent Ja-Stimmen (Urheber/Quelle/Verbreiter: Bernd Thissen/dpa)
  • News

Kritik und Applaus – Watzkes schwieriger Start als Präsident

On 24. November 202524. November 2025

Erst Pannen und Beifall, dann Kritik und ein deutlicher Denkzettel: Die Mitglieder von Borussia Dortmund haben Hans-Joachim Watzke mit der Wahl zum Präsidenten nach eigener Aussage einen «Lebenstraum» erfüllt. Auf der XXL-Mitgliederversammlung wurde der langjährige Geschäftsführer der BVB-Kapitalgesellschaft aber deutlich abgestraft. Der 66-Jährige erhielt sechseinhalb Stunden nach dem verzögerten Start der emotionalen Veranstaltung nur 59 Prozent der Stimmen. Intern hatte man auf ein Ergebnis von mindestens 70 Prozent gehofft.

«Ich nehme die Wahl an und zolle meinen Kritikern Respekt», sagte Watzke nach dem Denkzettel, dessen Verkündung auch von Buh-Rufen in der Westfalenhalle begleitet wurde. «Ich habe sehr viel Demut und Respekt vor dieser Aufgabe», sagte Watzke, der einziger Präsidentschaftskandidat war. 

Zunächst Beifall für Arbeit als Geschäftsführer

Zuvor hatte Watzke sein Amt als Geschäftsführer der KGaA des BVB zur Verfügung gestellt und war da noch minutenlang gefeiert worden. Der 66-Jährige zeigte sich bei seiner Abschiedsrede emotional und rang mehrfach mit den Worten. «Da ist schon viel Wehmut dabei», sagte Watzke, der auf fast 21 Jahre als Geschäftsführer der BVB-Kapitalgesellschaft zurückblickte: Die drohende Insolvenz 2005 zu Beginn seiner Tätigkeit, das Bombenattentat auf den Mannschaftsbus 2017 («das war eine Zäsur») und die Corona-Pandemie.

«Wir haben mehrfach in den Abgrund geblickt», sagte Watzke und wandte sich dann überraschend an einen Widersacher der vergangenen Monate: Den bisherigen Präsidenten Reinhold Lunow, der zunächst gegen Watzke als Präsidentschaftskandidat antreten wollte, sich nach einem monatelangen öffentlichen Zwist aber zurückzog. «Lieber Reinhold Lunow: Du hast mich immer unterstützt und warst da, als wir in den Abgrund geblickt haben. Dafür möchte ich dir heute auch ganz herzlich danken», sagte Watzke nun.

Lunow selbst reagierte ergriffen. «Wir haben viele Sachen gemeinsam gemacht. Dass es in letzter Zeit Schwierigkeiten gab, dass wir auseinander gebracht worden sind, das war nicht unbedingt unsere persönliche Schuld. Das lag auch an Leuten im Umfeld, die das befeuert haben. Das war nicht nötig», sagte der 72-Jährige unter Tränen, wünschte Watzke «alles Gute» für seine Arbeit als Vereinspräsident und umarmte ihn anschließend. 

Ricken wünscht sich DFB-Pokal für Präsident Watzke 

In seiner Amtszeit als Leiter der Geschäftsführung der BVB-Kapitalgesellschaft hatte Watzke den Fußball-Bundesligisten saniert und zum größten Widersacher von Bayern München gemacht. In der Zeit wurde der BVB zweimal deutscher Meister, dreimal DFB-Pokalsieger und erreichte zwei Champions-League-Endspiele. Sein Nachfolger als Sportchef Lars Ricken würdigte Watzke als «listigen Fuchs», der «wie ein Löwe für den BVB» gekämpft habe und gab der anwesenden Mannschaft und Trainer Niko Kovac einen Auftrag. «Ich wünsche mir, dass unser künftiger Präsident Aki am Ende der Saison den DFB-Pokal in den Händen halten darf», sagte Ricken.

Neben vielen wohlwollenden Worten und Applaus gab es allerdings auch Kritik. Ein unangenehmes Thema sprach Watzke selbst an. «Das ist etwas, was mich tief getroffen hat», sagte er zu Missbrauchsvorwürfen gegen einen ehemaligen langjährigen Mitarbeiter in den 1990er Jahren. «Da wird einem einfach nur schlecht. Man erschaudert», sagte Watzke zu Berichten von Betroffenen, denen er ein «tief empfundenes Mitgefühl» aussprach. 

Kritik am Wahlkampf und Umgang mit Missbrauchsvorwürfen 

Zwei Anwaltskanzleien seien damit beauftragt worden, die Fälle aufzuarbeiten. «Wenn es Versäumnisse gegeben hat – und die hat es offenbar gegeben – dann werden wir die abstellen. Denn sowas darf es bei Borussia Dortmund nicht mehr geben», sagte Watzke.

Von den Mitgliedern gab es indes Kritik am Umgang mit den Missbrauchsvorwürfen sowie am öffentlichen Streit mit Lunow. Der Fanabteilungs-Vorsitzende Tobias Westerfellhaus sprach von «fragwürdigen Wendungen in einem Wahlkampf, der am Ende kein Wahlkampf war» und bekam dafür lauten Applaus. «Diese Monate haben gezeigt, dass unser Verein dringend Veränderungen benötigt», sagte Westerfellhaus. Auch der umstrittene Werbedeal mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall kam noch einmal zur Sprache.

Die Wahl Watzkes wurde auch durch technische Pannen geprägt. Wegen «technischer Probleme» begann die Versammlung exakt eine Stunde später als geplant. Mehrere hundert Mitglieder hatten am Vormittag länger als geplant auf Einlass in die Westfalenhalle 3 warten müssen. Die Veranstaltung fand erstmals in hybrider Form statt, so dass theoretisch sämtliche Vereinsmitglieder digital hätten abstimmen konnten.

Auch wenn sich Watzke im Verein künftig genauso um die Handball- und Tischtennisabteilung kümmern muss, bleibt sein Einfluss im Fußball groß. Er ist weiterhin Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga, DFB-Vizepräsident und Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee.

Von Carsten Lappe, dpa
In NewsIn Borussia Dortmund , Bundesliga , Fußball-Bundesliga

Beitrags-Navigation

Bayern-Frauen weiter ungeschlagen: 5:1 in Hoffenheim
Klose setzt Klettertour mit dem 1. FC Nürnberg fort

Neueste Beiträge

  • Spielordnung, Anreise, Kleidung: Bundesliga im Wetter-Stress
  • Müde Nullnummer im Topspiel zwischen Arsenal und Liverpool
  • Real macht Traumfinale im spanischen Supercup perfekt
  • Kobel-Einsatz auf der Kippe – Kovac: «Versuchen alles»
  • Nach Pyro-Strafe: FC Bayern sperrt große Teile der Südkurve

#hashtag

1. FC Heidenheim 1. FC Köln 2. Bundesliga 2. Fußball-Bundesliga Bayer Leverkusen Borussia Dortmund Borussia Mönchengladbach Bundesliga Champions League Club-WM DFB DFB-Pokal Eintracht Frankfurt EM EURO 2024 Europa League FC Augsburg FC Barcelona FC Bayern München FC Liverpool FC Schalke 04 FC St. Pauli FIFA Frauen FSV Mainz 05 Fußball Fußball-Bundesliga Fußball-EM Fußball-Nationalmannschaft Hamburger SV Nationalmannschaft Nationalteam Nations League Paris Saint-Germain Premier League RB Leipzig Real Madrid SC Freiburg Transfers VfB Stuttgart VfL Bochum VfL Wolfsburg Werder Bremen WM WM-Qualifikation

Weitere News

  • News
On 2. April 2025

Leverkusener Ärger: Xhaka-Disput mit Fans und Taktik-Rätsel

  • News
On 14. Oktober 202514. Oktober 2025

WM-Ticket in Griffweite nach Woltemades Schulter-Tor

  • News
On 24. September 2025

Bayerns Ersatztorwart Urbig fällt verletzt aus

  • News
On 8. Oktober 20258. Oktober 2025

Bayerns Pavlovic und seine Zwangspausen: «Es nervt»

  • News
On 4. April 2025

«Bild»: Al-Ahli-Coach Jaissle ein Kandidat für RB Leipzig

  • News
On 10. Januar 2025

Eberl über Müller-Vertrag: Einfach in die Augen schauen

  • Datenschutz
  • Impressum
© 2026 MDSP GmbH