Vor dem Hamburger Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV ist es bislang weitgehend ruhig geblieben. «Wir hatten etwas Pyrotechnik bei den Fanmärschen», sagte ein Sprecher der Polizei etwa eine Stunde vor dem Anpfiff (20.30 Uhr/Sky) zum Auftaktspiel des 19. Spieltages in der Fußball-Bundesliga: «Aber es gab keine besonderen Vorkommnisse. Alles war entspannt und friedlich.»
Mit jeweils einem Fanmarsch stimmten sich die Anhängerschaften der beiden Clubs auf die 113. Auflage des Duells ein. Insgesamt werden etwa 29.000 Zuschauer im Millerntor-Stadion erwartet. Die Kapazität ist geringer als gewohnt, da zwischen den Fanlagern in der Nordkurve Plätze nicht besetzt wurden, um einen Puffer zu schaffen.
Polizei mit großem Aufgebot
Die Polizei sichert die Partie mit einem großen Aufgebot. Die Hamburger Einsatzkräfte werden von der Bundespolizei und Kollegen aus Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein unterstützt. Eine genaue Zahl der eingesetzten Beamten wurde aus taktischen Gründen nicht genannt.
Wie immer hat für die Polizei die Trennung der Fans bei der An- und Abreise oberste Priorität. Die Anhänger des FC St. Pauli hatten sich ab 16.00 Uhr getroffen und liefen mit 5.000 Menschen ab 18.00 Uhr am Achidi-John-Platz vor der Roten Flora über das Schulterblatt in Richtung des nicht weit entfernten Stadions. Etwa 3.000 HSV-Fans kamen ab 17.00 Uhr am Gänsemarkt zusammen, um von dort Richtung Millerntor zu gehen.
Positive Entwicklung in den vergangenen Jahren
Im Vorfeld hatte die Hamburger Polizei bei der Austragung des brisanten Stadtderbys auf eine erfreuliche Tendenz hingewiesen. «Wir verzeichnen eben schon eine positive Entwicklung, die bei unserer Lagebeurteilung natürlich nicht unberücksichtigt bleibt», hatte ein Polizeisprecher der Hamburger Polizei der Deutschen Presse-Agentur gesagt.
Das Verhältnis der Fans der beiden Clubs ist traditionsgemäß alles andere als freundschaftlich. Bei den Derbys der vergangenen Jahre war es dennoch nicht zu größeren Zwischenfällen gekommen.
