Leverkusen (dpa) –
Bayer Leverkusen ist trotz schwacher Chancenverwertung mit einem Heimsieg in die Europa League gestartet. Beim ersten internationalen Auftritt unter ihrem neuen Trainer Carles Martínez setzte sich die Werkself mit 2:0 (1:0) gegen den slowenischen Fußball-Meister NK Celje durch und feierte zum Auftakt der acht Spiele umfassenden Ligaphase den ersten Erfolg.
847 Tage nach dem bislang letzten Auftritt in diesem Wettbewerb – der 0:3-Finalniederlage gegen Atalanta Bergamo in der Double-Saison noch unter Xabi Alonso – ging Leverkusen vor 27.945 Zuschauern in der nicht ausverkauften BayArena durch ein Eigentor von Svit Seslar (15. Minute) in Führung. In der zweiten Halbzeit sorgte Facundo Medina (74.) für die Entscheidung.
Mit Andrich von Beginn an: Leverkusen startet druckvoll
Martínez nahm im Vergleich zum 2:2 in Augsburg gleich sechs Änderungen in der Startelf vor. Unter anderem rotierte Ex-Kapitän Robert Andrich in die Anfangsformation. Der erkrankte Ibrahim Maza fehlte ebenso wie Top-Transfer Guéla Doué, bei dem Leverkusen 90 Minuten vor Anpfiff einen längeren Ausfall wegen einer Wadenverletzung vermeldete.
Im schwarzen Sondertrikot mit dem Wappen des TSV Bayer 04 Leverkusen, das an den einzigen UEFA-Cup-Titel von 1988 erinnert, übernahmen die Gastgeber sofort das Kommando. Einen ersten Abschluss setzte Patrik Schick (9.) aus etwas zu spitzem Winkel rechts am Tor vorbei. Drei Minuten später prüfte Edmond Tapsoba Celje-Torhüter Zan-Luk Leban mit einem Kopfball.
Eigentor bringt Leverkusen in Führung
Es dauerte nur weitere drei Minuten, bis sich Bayer 04 mit dem Führungstor für die druckvolle Anfangsphase belohnte. Nach einer Ecke von links flankte Aleix Garcia in den Strafraum, wo Celje-Mittelfeldspieler Seslar den Ball klären wollte, ihn jedoch unglücklich traf und unkontrolliert am eigenen Torwart vorbei zum Eigentor ins rechte Eck lenkte.
Nach einer halben Stunde wurde Celje bei seinem ersten Duell mit einem Bundesligisten und zugleich seiner Premiere in der Europa League erstmals gefährlich. Nach der ersten längeren Ballbesitzphase setzte sich Benjamin Verbič links im Strafraum durch, scheiterte jedoch gleich zweimal an Mark Flekken – zur Enttäuschung der rund 50 mitgereisten Gästefans.
Auch Flekken ist gefordert
Leverkusen blieb druckvoll, ließ bei guten Gelegenheiten jedoch die nötige Präzision vermissen oder scheiterte am Torhüter. Kurz vor der Pause bot sich den Gästen, die nach einer sportlichen Talfahrt am Montag ihren Trainer freigestellt hatten und erstmals von Zoran Zeljkovic betreut wurden, sogar die Chance zum Ausgleich. Flekken lenkte einen Kopfball am linken Pfosten vorbei.
Auch nach dem Wiederanpfiff blieb das Bild unverändert: Die Werkself spielte dominant, agierte im letzten Drittel aber zu unsauber. Bei einer Großchance von Medina war Torwart Leban erneut zur Stelle (52.). Trotz viel Ballbesitz wirkten die favorisierten Leverkusener in dieser Phase unkonzentriert, die Partie plätscherte zunehmend dahin.
Eine Viertelstunde vor Schluss leitete dann eine Ecke von Aleix Garcia das erlösende 2:0 ein. Seine Hereingabe von der rechten Seite landete am zweiten Pfosten, wo Medina goldrichtig stand und den Ball mit der Innenseite direkt ins Tor beförderte. Die zweite Partie der Ligaphase bestreitet Leverkusen am 15. Oktober bei Lech Posen.
