Europa League

Besiktas übertönt und besiegt Hoffenheim

Besiktas übertönt und besiegt Hoffenheim

Im Höllenlärm von vielen Tausend türkischen Fans hat die TSG 1899 Hoffenheim auch ihr zweites Europa League-Spiel verloren. Die Kraichgauer unterlagen im eigenen Stadion gegen Besiktas Istanbul mit 2:3 (0:0). Am zweiten Spieltag der Ligaphase trafen Michael Murillo (60. Minute) und Hyeongyu Oh (72./79.) für den Tabellenzweiten der türkischen Süper Lig. Fisnik Asllani (68.) und Koki Machida (87.) erzielten die Tore für die Gastgeber in einer Partie, die sich für die Hoffenheim wie ein Auswärtsspiel angefühlt haben dürfte.

Fünf Tage nach der 2:3-Niederlage gegen den Hamburger SV und drei Tage vor dem Kellerduell bei Borussia Mönchengladbach fehlte es dem Vorletzten der Fußball-Bundesliga an zwingenden Aktionen. Ihr Kapitän und Keeper Oliver Baumann war allerdings erst in der zweiten Halbzeit gefordert gegen eine spielerisch überlegene Mannschaft. 

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So laut war es in der mit 28.632 Zuschauern ausverkauften Sinsheimer Arena selten. Die Gäste-Anhänger brüllten ihre Mannschaft nach vorn – den ersten gefährlichen Angriff verbuchte aber die TSG: Nach einer Bernardo-Flanke köpfte Machida an den rechten Pfosten (3.). 

Kramaric erstmals von Anfang an dabei

Die Hoffenheimer stürmten erstmals in der Saison mit Andrej Kramaric in der Startelf. Der Kroate war für Jung-Nationalspieler Bambasé Conté ins Team gerückt. Adam Hlozek durfte zudem in der Offensive für Tim Lemperle ran.

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Besiktas kam mit dem deutschen Nationaltorwart Alexander Nübel (zuletzt VfB Stuttgart) – aber ohne den erkrankten serbischen Stürmerstar Dusan Vlahovic. Der Ex-Dortmunder Salih Özkan saß zunächst ebenso auf der Bank wie die Leverkusen-Leihgabe Ernest Poku. 

TSG-Abwehr um Kabak gefordert

Die Istanbuler waren mit einem 4:1 gegen Olympique Marseille in den Wettbewerb gestartet und zeigten sich von Beginn an sehr ballsicher. Hoffenheim hatte seine Auftaktpartie überraschend bei OFI Kreta (0:2) verloren. «Wir wissen schon, was für ein heißes Spiel das wird wegen der großen Fanbase in Deutschland», hatte der türkische Nationalspieler Ozan Kabak, der mit der TSG-Abwehr mächtig gefordert war, prophezeit.

Besiktas legte auch wild los. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer versuchte, kühlen Kopf zu bewahren in der ungewohnten Atmosphäre. Nübel hatte in der 20. Minute Glück, als er ohne Not aus dem Tor kam – Hlozek traf aber nur das Außennetz. Ansonsten wuchs aber der Druck der Gäste, die vor der Pause jedoch immer irgendwo im Strafraum hängen blieben. 

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Kramaric schimpft mit Mitspieler 

Kramaric fand kaum Anspielstationen – und schimpfte deshalb zweimal mit Linksaußen Adam Daghim, der ihm zu schnell nach vorn rannte. Als der Rekordtorjäger der Hoffenheimer sich einmal ganz nach hinten fallen ließ wie einst ein Libero, ging das beinahe schief: Junior Olaitan eroberte den Ball, Kramaric fälschte ihn noch ab und fast hätte es 0:1 gestanden. 

Vor allem der belgische Nationalspieler Leandro Trossard spielte sich immer wieder durch die Reihen der TSG. Gut zehn Minuten nach Wiederanpfiff zischte ein Flachschuss von Ilhan Fakili an Baumanns Gehäuse vorbei. Kurz darauf verpasste Trossard das Tor. 

Panamas Stürmer Murillo trifft

Ilzer brachte Lemperle und Alexander Prass, doch ehe sich die Hoffenheimer neu sortiert hatten, schlug es hinter Baumann ein: Nach einer Ecke spielte sich Besiktas durch den Strafraum, Panamas Nationalspieler Murillo traf aus kurzer Entfernung zum 1:0. 

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Überraschend in dieser Spielphase fiel kurz darauf der Ausgleich. Asllani zog aus 14 Metern ab, Nübel streckte sich vergebens. Bei einem Konter tauchte dann Oh frei vor Baumann auf und drehte nach dem 2:1 jubelnd ab. Nach einem weiteren Ballverlust der TSG erhöhte der Südkoreaner noch auf 3:1. Machidas Anschlusstreffer kam zu spät. Bereits kommende Woche (22. Oktober) steht der nächste Heim-Auftritt der Hoffenheimer gegen Olympique Lyon an.