Nationalmannschaft

Deutsche U21 bejubelt EM-Ticket vor großer Kulisse

Deutsche U21 bejubelt EM-Ticket vor großer Kulisse

Antonio Di Salvo klatschte die glücklichen U21-Nationalspieler ab oder umarmte sie. Die Erleichterung über das gelöste EM-Ticket der deutschen Nachwuchsnationalmannschaft war nach ein paar Zittermomenten beim 2:0 (1:0) gegen Georgien vor imposanter U21-Kulisse groß. Ein durch Dzenan Pejcinovic entscheidend abgefälschter Schuss von Noah Darvich (10. Minute) lenkte das Spiel früh in die angestrebte Richtung, aber die Gäste schnupperten wiederholt am Ausgleich. Erst nach dem 2:0 durch erneut Pejcinovic (69.) konnten sich alle an der deutschen Bank erleichtert in den Armen liegen.

«Es war hochverdient, dass wir uns für die Europameisterschaft qualifiziert haben. Nach dem schweren Start mit der Niederlage gegen Griechenland mussten wir immer wieder nachlegen. Wir haben es geschafft, wir haben dem Stand gehalten. Dann haben wir gegen Griechenland ein ganz wichtiges Spiel gewonnen. Dann waren wir drei Spiele in der Pole Position. Wir wollten jede Hürde nehmen, wir haben jede Hürde genommen», resümierte Di Salvo bei ProSieben Maxx.

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Der Jubel über die Qualifikation für die Endrunde in Albanien und Serbien im kommenden Sommer war auch unter den 20.049 Zuschauern groß. Letztmals waren bei einem deutschen U21-Heimspiel im Oktober 2006 in Leverkusen mehr Zuschauer (20.800) im Stadion dabei.

Tresoldi jagt den Rekord

«Es ist schön. Ich habe schon vor zwei Jahren eine EM gespielt. Das war eine super EM», sagte Torjäger Nicolo Tresoldi, der dieses Mal ohne Treffer blieb. «Als Stürmer willst du immer treffen. Jetzt habe ich dieses Ziel, den Rekord. Aber wichtig sind die drei Punkte. Ich habe noch Zeit. Zwei Spiele im November, zwei im März plus die EM.» Zwei Tore fehlen Tresoldi noch zu U21-Rekordtorjäger Pierre Littbarski.

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Gruppensieger vor Griechenland

Als Gruppensieger setzte sich die Nachwuchsnationalmannschaft vor Griechenland durch, gegen das man im direkten Vergleich besser ist. In ein paar Wochen geht der Blick mit Spannung nach Belgrad, wo am 26. November die Gruppen für die Endrunde vom 16. Juni bis 3. Juli ausgelost werden.

Nach zwei Siegen in Lettland (4:0) und auf Malta (4:1) kam das Team von Trainer Antonio Di Salvo schon schwer ins Spiel. Aleko Basiladze hätte Deutschland beinahe mit dem Rückstand kalt erwischt (4.). Doch wenig später jubelten die Gastgeber. Der Distanzschuss des früheren U17-Weltmeisters Darvich von der SV Elversberg wurde von Stuttgarts Pejcinovic unhaltbar ins Tor abgefälscht. 

«Hauptsache ein Adler-Träger – der Rest ist mir egal», sagte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig zur Torschützen-Frage und Darvich ergänzte: «Als kleiner Junge hat man immer gesagt: Schusskraft zählt. Aber ist in Ordnung. Hauptsache Tor.»

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Rettig schaute sich das Spiel auf der Tribüne an der Seite des künftigen Geschäftsführers Per Mertesacker und DFB-Sportdirektor Rudi Völler an. Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp schaute nicht auf der Bielefelder Alm vorbei.

Tresoldi, Brunner & Co. lassen 2:0 aus

Klopp-Kandidat Tresoldi (FC Brügge) und ein weiterer U17-Weltmeister von 2023, Paris Brunner (AS Monaco), hätten schon vor der Pause für einen beruhigenderen Vorsprung sorgen können. Nach dem Seitenwechsel lag der Ball zwar früh im georgischen Tor, doch dem Treffer von Joshua Quarshie (Sturm Graz) war ein Foul vorausgegangen (48.). 

Das 2:0 wollte der deutschen Mannschaft trotz guter Chancen zunächst einfach nicht gelingen. Das stärkte die Zuversicht der Georgier, doch den überraschenden Punkt mitnehmen zu können. Doch als Pejcinovic die Völlig-Losgelöst-Torhymne erneut anstimmte, war die Entscheidung gefallen. 

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