Dschidda (dpa) –
Nach seinem Schreiben an die 211 Mitgliedsverbände zu Beginn dieser Woche hat FIFA-Präsident Gianni Infantino erneut für einen offenen Dialog über mögliche Reformen beim Fußball-Weltverband geworben. «Es muss eine Kultur des Dialogs geben, des gegenseitigen Zuhörens und des Respekts», schrieb der 56-Jährige bei Instagram.
Zudem zeigte er sich erfreut über die Rückmeldungen auf sein Schreiben an den FIFA-Rat sowie die Präsidenten der Verbände. Darin hatte er Gespräche über Veränderungen vorgeschlagen. «Es geht nicht darum, positive Schlagzeilen zu produzieren, sondern darum, das Richtige für den Fußball zu tun», schrieb der FIFA-Boss. Er sei dabei «noch nie so entschlossen und engagiert» gewesen.
Treffen im Oktober
In seinem Schreiben ging es unter anderem um eine unabhängige Überprüfung der FIFA-Governance sowie um Konsultationen über eine Stärkung der Entscheidungsprozesse, einschließlich der Rolle des Präsidenten. Beim nächsten Treffen des FIFA-Rats im Oktober sollen die Reformvorschläge weiter diskutiert werden.
Seinen Instagram-Beitrag veröffentlichte Infantino am Rande des Arabian Gulf Cup. Er war zum Start des erstmals in Saudi-Arabien ausgetragenen Turniers in Dschidda zu Gast. An dem Wettbewerb nehmen acht Nationalmannschaften aus der Golf-Region teil.
Der Schweizer war nach einem Vorstoß zur Vermarktung der WM-Rechte durch externe Investoren im Sommer massiv unter Druck geraten. Nun betonte Infantino, die FIFA müsse weiter nach Möglichkeiten suchen, ihre Einnahmen zu steigern und mehr Geld in die Entwicklung des Fußballs zu investieren.
