Köln (dpa) –
Jungstar Saïd El Mala hat den 1. FC Köln mit einem Gala-Auftritt ins Achtelfinale des DFB-Pokals geführt und Trainer René Wagner vorerst Ruhe verschafft. Beim deutlichen 5:0 (1:0) gegen den enttäuschenden Bundesligarivalen 1. FC Union Berlin traf der überragende Nationalspieler doppelt (32./60. Minute) und bereitete den Treffer von Linton Maina (52.) vor. Vor 49.000 Zuschauern sorgten Isak Johannesson (79.) und Sebastian Sebulonsen (88.) für den Endstand.
Während der Traum der Berliner vom Pokalfinale in der eigenen Stadt auch in dieser Saison frühzeitig geplatzt ist, hoffen die Kölner bei der Auslosung des Achtelfinales am kommenden Sonntag auf eine machbare Aufgabe. Der verdiente Sieg gegen Union spült den Domstädtern nicht nur eine knappe Million Euro in die Kasse, sondern dürfte auch das Vereinsumfeld beruhigen.
Nach den jüngsten Torlos-Auftritten in der Bundesliga beim 0:1 in Frankfurt und 0:0 gegen Schalke 04 hatte es Kritik an FC-Trainer Wagner gegeben. Der 38-Jährige wurde von den Kölner Fans dann auch nur mit verhaltenem Beifall begrüßt. Pfiffe gab es – anders als zuletzt nach dem Duell mit Schalke – vor dem Anpfiff aber nicht.
Köln belohnt sich vor der Pause
Nach sieben Minuten hätte Tim Skarke beinahe für einen frühen Stimmungsdämpfer gesorgt. Der Union-Stürmer traf den Ball jedoch nicht richtig und stellte Kölns Torwart Marvin Schwäbe mit seinem Schuss aus aussichtsreicher Position vor keine Probleme.
Die Hausherren erhöhten mit zunehmender Spielzeit den Druck und kamen nach 20 Minuten zu einer ersten Halb-Chance durch Marius Bülter. Wenig später bot sich dem völlig frei stehenden Maina die große Möglichkeit zur Führung. Sein Schlenzer landete jedoch nur am Pfosten statt im Netz. Auf der Gegenseite musste Schwäbe bei einem Kopfball von András Schäfer sein Können unter Beweis stellen.
In dem mittlerweile munteren Schlagabtausch waren danach wieder die Hausherren dran – und dieses Mal mit Erfolg. El Mala hatte nach einem feinen Zuspiel von Maina plötzlich viel Platz im Strafraum und traf aus halblinker Position mit einem Schuss ins lange Eck. Kurz vor der Pause hätten erst El Mala und dann Maina die Führung sogar ausbauen können.
FC-Offensive nicht zu stoppen
Gut fünf Minuten nach Wiederbeginn machte es das herausstechende Offensivduo dann besser. Dieses Mal legte El Mala nach einem Dribbling perfekt auf, sodass Maina nur noch den Fuß hinhalten musste. Mit seinem zweiten Treffer krönte El Mala schließlich seinen starken Auftritt.
Nach 80 Minuten verließ der Mann des Abends unter dem stürmischen Beifall der euphorisierten Fans den Platz. Kurz zuvor hatte der eingewechselte Johannesson mit seinem Treffer die letzten Zweifel am Weiterkommen der Kölner beseitigt. Sebulonsen sorgte für den Schlusspunkt.
