Skip to content
Liganews

Liganews

Vom ersten bis zum letzten Tor!

Angesagt

WM-Boykott? Bundesregierung will sich nicht einmischen

Chelsea holt BVB-Verteidiger Anselmino zurück

64 Polizisten bei Zweitligaspiel in Magdeburg verletzt

Dzeko trifft bei Schalke-Debüt: Remis «fast wie ein Sieg»

Doppelpack von Tigges sichert Paderborn Platz drei

Elversberg ärgert sich über 1:1 gegen Bochum

Stuttgart hat leichtes Spiel bei harmloser Borussia

Berichte: Chelsea will Dortmunder Anselmino zurück

Nach Eigentor: Matanovic führt Freiburg zum Sieg gegen Köln

Bayern-Frauen im Schneetreiben mit Sieg gegen RB Leipzig

  • Home
  • News
  • Italien nach Demütigung unter Schock: «Was für eine Blamage»
Die Titelverteidiger um Stephan El Shaarawy scheiden bei der EM sang- und klanglos aus. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Robert Michael/dpa)
Die Titelverteidiger um Stephan El Shaarawy scheiden bei der EM sang- und klanglos aus. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Robert Michael/dpa)
  • News

Italien nach Demütigung unter Schock: «Was für eine Blamage»

On 1. Juli 2024

Gedemütigt, tief enttäuscht und mit leerem Blick schlichen Italiens Kapitän Gianluigi Donnarumma und seine Teamkollegen zu den Fans. Sie baten ihre Anhänger um Entschuldigung für die katastrophale Leistung im EM-Achtelfinale. Doch statt Trost und Zuspruch erhielten sie nach dem 0:2 gegen die Schweiz nur Pfiffe und Beleidigungen.

Drei Jahre nach dem umjubelten EM-Triumph von Wembley ist Italiens Fußball wieder am Tiefpunkt angelangt. «Es tut extrem weh. Wir müssen uns bei allen entschuldigen», sagte ein sichtlich mitgenommener Donnarumma, der sich als einer der wenigen in Berlin den drängenden Fragen stellte. In den Schock und die Fassungslosigkeit mischten sich schnell sorgenvolle Gedanken an die Zukunft.

Verbandsboss Gravina will mit Spalletti weitermachen

Trainer Luciano Spalletti wirkte beim mutlosen Auftritt seines Teams einmal mehr rat- und hilflos. Doch Verbandsboss Gabriele Gravina schloss personelle Konsequenzen aus. Er selbst werde nicht zurücktreten, zudem sprach er auch dem 65 Jahre alten Nationaltrainer das Vertrauen aus. «Rücktritte zu fordern, ist inakzeptabel», sagte der Fußball-Funktionär. «Spalletti hat unser Vertrauen. Wir brauchen Geduld.» Trotzdem gelte es, alles zu hinterfragen. Mehr als eine Stunde stellten sich beide den Fragen der Journalisten.

Der Trainer selbst zog bereits nach dem Spiel ein schonungsloses Fazit: «Wir sind im Moment nicht in der Lage, mehr als das zu zeigen», räumte der 65-Jährige ein. Es brauche in Zukunft «andere Entscheidungen» sagte er. Nach dem frühesten EM-Aus seit 2004 müsse sich mit Sicherheit etwas ändern. «Das Spiel gestern war ein großer Rückschritt, inakzeptabel. Aber das ist der Punkt, von dem wir wieder vorwärtsgehen müssen», stellte er am Sonntag klar.

Er verwies jedoch auch darauf, dass er nach dem viel kritisierten Abgang von Europameister-Coach Roberto Mancini nur wenig Zeit zur Vorbereitung mit der Mannschaft gehabt habe. Gravina sprach von einem mehrjährigen Projekt. «Es ist nicht möglich, ein solches Projekt nach wenigen Monaten aufzugeben.»

Auch Donnarumma versicherte, der Trainer werde «die richtigen Lösungen» finden. Doch das Urteil der italienischen Öffentlichkeit über Spalletti fiel weitaus weniger nachsichtig aus. «Was für Fehler, Luciano», titelte die «Gazzetta dello Sport». «Er hat viele falsche Entscheidungen getroffen und die Vorbereitung verpatzt.»

Nur Donnarumma auf Weltklasse-Niveau

Es scheint so, als sei die wundersame Reise zum EM-Titel 2021 ein Ausrutscher gewesen und die verpassten Weltmeisterschaften 2018 und 2022 die harte italienische Fußball-Realität. «Tuttosport» nannte es ein «nationales Scheitern», der «Corriere dello Sport» «eine Schande». Die «Gazzetta dello Sport» schrieb: «Was für eine Blamage!»

Zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für die WM zu verpassen, wäre ein «immenses Desaster», sagte Gravina. Langfristig gehe es auch darum, italienischen Spielern mehr Einsatzmöglichkeiten in der Serie A zu geben. «Wir werden in den kommenden Monaten keinen Spieler wie Mbappé oder Ronaldo haben, das ist unrealistisch», sagte der Verbandsboss. Trotzdem müsse man verstärkt auf die Talente aus den teilweise durchaus erfolgreichen Jugend-Nationalmannschaften setzen.

Auch Donnarumma, der beim Turnier in Deutschland als einziger Italiener konstant Weltklasse-Niveau bot, blickte bei aller Trauer und Enttäuschung nach vorn. «Wir müssen schnell Lösungen finden, wir haben nicht viel Zeit», sagte der 25-Jährige und verwies auf die Spiele in der Nations League gegen Frankreich und Israel im September. Der Torhüter von Paris Saint-Germain urteilte: «Die Qualität ist da, daran müssen wir anknüpfen.»

Wenig macht Hoffnung

Doch nach den Auftritten der Squadra Azzurra in Deutschland gibt es genau daran massive Zweifel. Nur wenig macht der stolzen Fußball-Nation derzeit Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Neben Donnarumma überzeugte nur der 22 Jahre alte Abwehrspieler Riccardo Calafiori, der gegen die Schweiz gesperrt fehlte. Probleme hat der viermalige Weltmeister vor allem im Sturm, wo sowohl Gianluca Scamacca als auch Mateo Retegui komplett enttäuschten. Rechtsverteidiger Giovanni Di Lorenzo spielte ein katastrophales Turnier, im Mittelfeldzentrum erwies sich Jorginho als zu langsam und zu behäbig.

Doch auch als Spalletti vor dem Achtelfinale reagierte und für Jorginho den 23 Jahre alten und wegen eines Wettskandals monatelang gesperrten Nicolò Fagioli aufbot, wurde es für Italien eher schlechter als besser. «Er und Calafiori haben gespielt, weil sie Qualität haben. Klar machen sie Fehler», verteidigte Spalletti seine Entscheidungen. «Wenn die Jungen das Potenzial zeigen, um die anderen auszustechen, bin ich der Erste, der ihnen den Raum dafür gibt.» Genau darauf wird Italiens Fußball in Zukunft hoffen müssen: Junge und hungrige Spieler, die das Team zurück in die Weltspitze bringen.

Von Miriam Schmidt, David Langenbein und Florian Lütticke, dpa
In NewsIn Achtelfinale , EM , EM-Achtelfinale , Gianluigi Donnarumma , Luciano Spalletti

Beitrags-Navigation

Für «gute Fotos»: Vermummter legt EM-Sicherheitspanne offen
Doch kein Abschied von Cancelo und Felix bei Barça?

Neueste Beiträge

  • WM-Boykott? Bundesregierung will sich nicht einmischen
  • Chelsea holt BVB-Verteidiger Anselmino zurück
  • Sachsen-Anhalts Fußball-Präsident fordert harte Strafen
  • Undav trifft wieder und jubelt mit Geste an Kritiker
  • Showdown mit Zittereffekt: Nicht nur der BVB bangt

#hashtag

1. FC Heidenheim 1. FC Köln 1. FC Union Berlin 2. Bundesliga 2. Fußball-Bundesliga Bayer Leverkusen Borussia Dortmund Borussia Mönchengladbach Bundesliga Champions League Club-WM DFB DFB-Pokal Eintracht Frankfurt EM EURO 2024 Europa League FC Augsburg FC Barcelona FC Bayern München FC Schalke 04 FC St. Pauli FIFA Frauen FSV Mainz 05 Fußball Fußball-Bundesliga Fußball-EM Fußball-Nationalmannschaft Hamburger SV Nationalmannschaft Nationalteam Nations League Paris Saint-Germain Premier League RB Leipzig Real Madrid SC Freiburg Transfers VfB Stuttgart VfL Bochum VfL Wolfsburg Werder Bremen WM WM-Qualifikation

Weitere News

  • News
On 26. September 202526. September 2025

Schlotterbeck hofft auf schnelle DFB-Rückkehr

  • News
On 19. Juli 202519. Juli 2025

Fan-Vergehen: DFB bestraft Hannover 96 mit fast 200.000 Euro

  • News
On 2. Dezember 20252. Dezember 2025

Kompany und der «gute Druck»: Möchte noch mal nach Berlin

  • News
On 3. Oktober 20253. Oktober 2025

7 von 11 verschossen: VfB hadert mit seiner Elfer-Seuche

  • News
On 1. Juli 20251. Juli 2025

Der nächste Matthäus-Konter auf die Hoeneß-Attacken

  • News
On 4. Juli 20254. Juli 2025

Dortmunds Jamie Gittens wechselt zu Chelsea

  • Datenschutz
  • Impressum
© 2026 MDSP GmbH