Berlin (dpa) –
Trotz der jüngsten Angriffe durch die jemenitische Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien beharren die Organisatoren auf ihrem Zeitplan für den Asien-Cup der Fußballer Anfang 2027. Die Vorbereitungen für das Turnier vom 7. Januar bis zum 5. Februar liefen weiter nach Plan, teilte das saudische Organisationskomitee mit. Der Fokus liege darauf, den Teams und Fans ein erstklassiges Turniererlebnis zu bieten, hieß es weiter. Man beobachte die Lage weiter und werde darauf reagieren.
Der Präsident des asiatischen Fußballverbandes AFC, Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa, hatte in dieser Woche erklärt, eine Entscheidung könne bis Ende November warten. Sollte es notwendig werden, könne das Turnier um ein Jahr auf 2028 verschoben werden. Die Lage in der Region könne sich schnell zum Besseren oder Schlechteren verändern.
Südkoreaner äußern Sorge
Zugleich gibt es angesichts der militärischen Spannungen im Nahen Osten Sicherheitsbedenken. Der Asien-Cup sei zwar das prestigeträchtigste Turnier im asiatischen Fußball, sagte Lee Keun-ho, Präsident der koreanischen Spielergewerkschaft. Doch er sei ernsthaft besorgt um die Sicherheit aller teilnehmenden Teams.
«Kein Turnier darf Vorrang vor dem Leben und der Sicherheit der Spieler und Fußballfans haben», sagte er. Wenn die Sicherheit nicht vollständig gewährleistet werden könne, müssten alle Möglichkeiten geprüft werden – einschließlich einer Verlegung, so Lee Keun-ho.
Millionen-Tennisturnier verschoben
Zuvor war unter anderem bereits ein in Riad angesetztes Spiel in der asiatischen Champions League zwischen Cristiano Ronaldos Al-Nassr und Neftchi Fergana aus Usbekistan nach einer Sicherheitswarnung des saudischen Zivilschutzes verschoben worden.
Zudem wurde das Tennis-Showturnier Six Kings Slam auf Ende des Jahres (27. bis 30. Dezember) verlegt. Bei dem hochdotierten Turnier, das ursprünglich für den 21. bis 24. Oktober im Königreich vorgesehen war, sollte auch der zukünftige Weltranglistenerste Alexander Zverev aufschlagen. Die WTA-Finals der Frauen (8. bis 15. November) finden statt in Riad nun in Indian Wells im US-Bundesstaat Kalifornien statt.
Abgesagt wurden die vom 3. bis 7. November in Riad geplanten Urban-Cycling-Weltmeisterschaften. Im Golf wurde das Saisonfinale der Asian Tour (18. bis 21. November) auf unbestimmte Zeit verschoben.
Tödliche Angriffe
Bei dem tödlichsten Angriff in Saudi-Arabien seit rund zehn Jahren waren am Samstag am Flughafen Riad mindestens 13 Menschen getötet und 300 weitere verletzt worden. Insgesamt wurden bei Angriffen an dem Flughafen im Laufe einer Woche 18 Menschen getötet. Die gegenseitigen Angriffe der Huthi-Miliz im Jemen und des benachbarten Saudi-Arabien gehen weiter.
