Bundesliga

Schicksalsschläge verändern Kampl: Lache nicht mehr so viel

Schicksalsschläge verändern Kampl: Lache nicht mehr so viel

Die Tode seines Bruders und Vaters innerhalb von wenigen Monaten haben Ex-Fußballprofi Kevin Kampl persönlich verändert. «Ich merke das, dass ich nicht mehr derselbe Mensch bin wie vorher. Ich bin viel gefasster, ich lache auch nicht mehr so viel wie früher», sagte der ehemalige Mittelfeldspieler von RB Leipzig bei «Sky 90»: «Mich hat das wirklich geprägt und auch verändert. Ich habe jetzt einfach gemerkt, dass ich jetzt anders durchs Leben gehe.»

Nach dem plötzlichen Tod seines 16 Jahre älteren Bruders im Oktober 2025 hatte der Slowene seinen Vertrag in Leipzig aufgelöst und seine Karriere etwas früher als geplant beendet. Sein schwer kranker Vater sei ein paar Monate nach dem Bruder auch gestorben, sagte Kampl nun. Seine Mutter leide extrem darunter. «Und deswegen war es auch absolut die richtige Entscheidung für mich im Dezember zu sagen: Ich muss nach Hause, ich muss zu meiner Familie.» 

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«Fußball wird zur Nebensache»

Der in Solingen geborene und aufgewachsene Kampl habe gemerkt, «dass Fußball auch mal zur Nebensache wird». Er konzentriere sich nicht mehr auf so viele Baustellen in seinem Leben, sondern nur noch auf das, was ihm wirklich wichtig sei. «Am Ende ist es einfach so: Du weißt nie, wie viel Zeit hast du? Und die Zeit, die wir haben, sollten wir sinnvoll nutzen und das Beste draus machen», sagte der 36-Jährige. 

Kampl schildert in der TV-Sendung auch die ersten Stunden, nachdem er von der plötzlichen Erkrankung seines Bruders Kenntnis bekam. «Ja, das hat mir natürlich erstmal den Boden unter den Füßen weggerissen», sagte er: «Ich war in Leipzig in der Kabine, hatte zehn Minuten später Training, und dann bekommst du einen Anruf, dass sie gerade versuchen, deinen Bruder seit einer Stunde zu reanimieren.»

Kampls Pläne mit Bruder zunichtegemacht

Er sei dann sofort mit dem Flugzeug nach Hause geflogen und habe zunächst nichts von der Familie gehört. Ihn habe aber keiner kontaktiert, «weil sie dachten, ich fahre mit dem Auto, damit mir nichts auf der Autobahn passiert». Nach der Landung habe er dann auf dem Handy die vielen Nachrichten gesehen, «dass ich schnell ins Krankenhaus kommen soll, dass mein Bruder verstorben ist». 

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Kampl hatte eigentlich vor, nach dem geplanten Karriereende im vergangenen Sommer «ein bisschen mehr Zeit» mit seinem Bruder zu verbringen, «weil mein Bruder war einer der engsten Menschen in meinem Leben. Er war für mich alles in einem so ein bisschen: bester Freund, Bruder, auch Vaterrolle.» Mit dessen Tod sei für ihn «eine komplette Welt» zusammengebrochen. «In dem einen Moment ist alles in Ordnung, und dann ist alles auf einmal weg.»

Kampl bestritt in der Bundesliga 270 Partien für Leipzig, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund. Für die slowenische Nationalmannschaft lief er 28 Mal auf.

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