Baku (dpa) –
Die Zuschauer-Bestmarke von Aserbaidschans Fußball-Meister FK Sabah liegt bei rund 40.000 – zusammengerechnet auf eine komplette nationale Saison. Wenn an diesem Dienstag (18.45 Uhr/DAZN) der deutsche Vizemeister Borussia Dortmund zum Champions-League-Spiel in Baku antritt, werden an einem Abend rund 55.000 Fans erwartet. Wie macht der erst 2017 gegründete Club das?
Zunächst: Der in Masazir beheimatete Club wechselt von seinem Mini-Stadion am idyllisch gelegenen rosa Masazirsee ins rund 20 Kilometer entfernte Olympiastadion, das von außen der Allianz Arena in München ähnelt. Das moderne Stadion, bei dem bei der paneuropäischen EM 2021 vier Partien ausgetragen wurden, hat eine Kapazität von 68.000 Plätzen.
Königsklasse wie sonst Länderspiele
Schon in der Vorwoche kamen rund 30.000 Zuschauer zum historischen ersten Königsklassen-Sieg gegen Slavia Prag (2:0). Gegen Dortmund könnten es fast doppelt so viele werden.
«Es ist ein Team, das hier sicherlich große Unterstützung erfahren wird», sagte Dortmunds Trainer Niko Kovac, nachdem er mit seiner Mannschaft ein kurzes Abschlusstraining in dem Stadion absolviert hat. Zu Aserbaidschan, das er zum zweiten Mal besucht, sagte der Chefcoach: «Ein schönes Land, kann ich empfehlen, macht Spaß.»
Auch FC Barcelona kommt nach Baku
Es ist nicht so, dass Sabah neun Jahre nach seiner Gründung so eine große Fangemeinde aufgebaut hätte. Wenn der Verein in der Liga empfängt, kommen meist zwischen 1.000 und 1.500 Fans – die heimische Arena ist damit quasi leer.
Die Champions-League-Partien werden in der Stadt, die sich auf Bannern und elektronischen Anzeigetafeln selbst «Globale Sport-Welthauptstadt 2026» nennt, dagegen wie Länderspiele inszeniert. «Der Ticketverkauf übertrifft unsere ursprünglichen Erwartungen und den geplanten Verlauf deutlich», teilte der nationale Meister Aserbaidschans mit. Am 25. November kommt der FC Barcelona nach Baku.
