Bundesliga

Heynckes weint um seinen Freund Peter Hermann

Heynckes weint um seinen Freund Peter Hermann

Jupp Heynckes hat der Tod seines langjährigen Freundes und Wegbegleiters Peter Hermann tief erschüttert. Als er und seine Frau Iris die Nachricht erhalten haben, hätten sie ihre «Tränen nicht mehr aufhalten» können. «Das menschliche Vokabular bietet für solche Situationen nicht die passenden Worte, um auszudrücken, wie uns dieser Verlust getroffen hat», schrieb der langjährige Fußball-Trainer Heynckes in einem Gastbeitrag für das Fachmagazin «kicker».

Hermann war am Samstag im Alter von 74 Jahren an den Folgen der unheilbaren Nervenkrankheit ALS gestorben. Heynckes hielt bis zum Schluss Kontakt mit Hermann, der mehr als nur ein Freund für ihn gewesen sei. Zum letzten Mal besuchte er ihn vor etwa drei Monaten.

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«Da konnte er kaum noch sprechen. Sein Schwiegersohn half bei der Konversation, weil ich Peter kaum mehr verstehen konnte. Auf der Heimfahrt habe ich, das Bild meines so schrecklich gezeichneten Freundes vor Augen, im Auto bitterlich geweint», so Heynckes, der bis kurz vor dem Tod Hermanns mit ihm noch per WhatsApp schrieb. «Peter selbst hat sein schlimmes Schicksal nie beklagt.»

Brüder im Geiste

Heynckes (81) bezeichnete Hermann als seinen «ewigen» Co-Trainer, der «stets ein loyaler Partner auf Augenhöhe» war. Sie seien «Brüder im Geiste» gewesen, «Dissonanzen oder gar Streit» habe es nie gegeben. «Peter Hermann, der ein zweiter Mann erster Klasse war, ist ein Vorbild für alle jungen und erfahrenen Trainer», schrieb Heynckes.

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Hermann hatte sich als langjähriger Co-Trainer großen Respekt in Fußball-Deutschland erworben. Mit Heynckes arbeitete er von 2009 bis 2011 bei Bayer Leverkusen sowie von 2011 bis 2013 beim FC Bayern München zusammen. 2013 gewannen sie das Triple. In München war das Duo dann 2017/18 noch mal ein weiteres gemeinsames Dreivierteljahr aktiv.

Viele Stationen, aber einen Club prägte Hermann besonders 

«Die Spieler haben Peter nicht nur gemocht, sie haben ihn geliebt, weil er so empathisch und sympathisch, weil er so still und leise, so uneitel, einfach liebenswert war. Peter war wichtig, ohne sich wichtig zu nehmen», schrieb Heynckes.

Hermann gestaltete fast drei Jahrzehnte den Fußball in Leverkusen mit. Bei Bayer hatte er als Interimscoach und Co-Trainer des Profiteams gearbeitet, aber auch die zweite Bayer-Mannschaft trainiert und als Scout fungiert. Zudem arbeitete Hermann als Co-Trainer aber unter anderem auch beim FC Schalke 04, dem Hamburger SV, zuletzt bei Borussia Dortmund oder auch Junioren-Teams des Deutschen Fußball-Bundes.

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